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Sonntag, 6. Dezember 2020

Matcha Vanillekipferl

 Als wir gestern unserer notwendigen Einkäufe in den asiatischen Supermärkten meines Vertrauens gemacht hatten, sind wir auch an meinem Lieblingsteeladen vorbei, welches uns mit einer nicht ganz so traditionellen Weihnachtsbäckerei angelockt hat - Matcha Vanillekipferl. 

Leider waren wir nicht zur rechten Zeit am rechten Ort, weswegen die Köstlichkeiten bereits alle ausverkauft waren und wir keine Stunde warten wollten bis die nächste Lieferung eintrudelt. Wir haben uns daher, ausgestattet mit diversen Matche Latte Köstlichkeiten, Onigiri und Dorayaki, wieder auf den Heimweg gemacht. Dort habe ich das alte Schullehrbuch für Hauswirtschaft meiner Mutter hervorgekramt in welchem das, meiner Meinung nach, beste Rezept für Vanillekipferl zu finden ist und einige Gedankengänge später war auch schon der Entschluss gefasst, die Vorweihnachtliche Leckerei, mit japanischem Hint, selbst zu backen. 

Das Rezept ist für Veganer geeignet, sofern ihr die Butter durch Margarine ersetzt ( so steht es eigentlich auch im Original, aber ich backe die Kipferl seit Jahren mit Butter, das ist meine eigene Abwandlung)

Für die Kipferl benötigt Ihr folgende Zutaten: 

230g Mehl (glatt)
7g Matcha ( das muss nicht zwingend der qualitativ hochwertigste sein) 
180g Butter in kleine Stücke geschnitten ( kalt) - für die vegane Variante nehmt ihr einfach Margarine
60g Staubzucker
1 Päckchen Vanillezucker
100g geriebene Mandeln

Zum Wälzen der fertigen Kipferl zusätzlich noch circa 3 EL Staubzucker mit 1 Päckchen Vanillezucker und 1 EL Matcha vermischt.

Zubereitung: 

Meine Oma macht Vanillekipferl immer per Hand, aber da der Teig etwas schwierig zu handhaben ist, habe ich mir meine Küchenmaschine zur Hilfe genommen, da der Teig recht schnell und nach Möglichkeit ohne großen Wärmeeinfluss zusammengeknetet werden sollte. 

Ich gebe daher zunächst alle Zutaten in den Behälter. Ich verwende hierfür den Flügelmesser Einsatz.


Dann lasse ich die Maschine die Arbeit verrichten. Lasst die Masse so lange darin, bis sich alles zu einer Art Crumble Masse vermengt.


Diese Masse kippe ich dann auf die Arbeitsfläche und drücke alles nur schnell zusammen. Es sollte  schnell ein weicher, geschmeidiger Teig entstehen. vermeidet zu langes Kneten, da sich sonst Gluten aus dem Mehl lösen, welche den Kipferln nicht diese feine Konsistenz geben, welche sie letztendlich haben sollten.

Den fertigen Teig zu einer Rolle formen, in Frischhaltefolie einwickeln und für 30 Minuten zum Entspannen in den Kühlschrank legen.


In der Zwischenzeit den Ofen auf 180°C, Ober- und Unterhitze, aufheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Wenn der Teig lange genug gerastet hat, schneidet euch ein Stück davon ab, knetet es nochmals ganz kurz durch und rollt es zu einer ca. 2 cm dicken Wurst. Davon schneitet ihr nun, nicht all zu große Scheiben ab ( geschätzt 1cm). Dieses Stückchen rollt ihr ebenfalls zu einer kleinen Schlange und formt daraus ein Kipferl.

 Es ist wichtig, dass ihr nicht zu große Kipferl formt, denn auch wenn es jetzt noch sehr klein aussieht, es wird beim Backen seine Größe verdoppeln. 

Ich habe sehr kleine Hände und habe daher versucht euch ein Größenmaß zu geben.

Jedes Kipferl mit ausreichend Abstand zum nächsten auf das Backblech legen und für ca. 10 Minuten auf Mittlerer Schiene backen. Auch wenn sie noch sehr weich aussehen, sind sie dennoch fertig. Wenn sich braune Ränder bilden waren die Kipferl zu lange im Rohr.

Bereitet in der Zwischenzeit schon eine Schüssel mit der Zucker-Matcha Mischung vor.


Nehmt das Blech aus dem Rohr und lasst die Kipferl nur kurz abkühlen, bevor ihr sie vorsichtig in die Zuckermischung legt und durch sanftes schwenken in der Mischung wälzt. Ärgert euch nicht wenn das eine oder andere Kipferl zerbricht, das zeigt lediglich, dass ihr einen feinporigen Teig erzeugt habt, der auf der Zunge zergeht ;)


Und wenn ihr fertig seid, setzt die Kipferl noch richtig in Szene ;)

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen zweiten Adventsonntag. - Itatakimasu





Dienstag, 10. April 2018

Yuzu....ein neuer Hype?

Vor einiger Zeit hätte man mich noch schief und verwundert angesehen, wenn ich nach einer Frucht names Yuzu gesucht hätte. Heute scheint das förmlich ein Kultobst zu sein. Sehr zur Freude all jener, die gerne japanisch essen, kochen, pflegen....

Doch was genau ist Yuzu eigentlich?

Die Yuzu ist eine Kreuzung zwischen Zitrone und Mandarine. Sie hat ein sehr angenehmes, nicht zu aufdringliches Zitrusaroma und wird in Japan bereits seit vielen Jahren in der Küche sowie in der Kosmetik benutzt. Hierzulande findet man Yuzu Saft oder die getrockneten Schalen der Yuzu Frucht lediglich in gut Sortieren Asia Supermärkten und muss dafür leider zumeist sehr tief in die Tasche greifen.


Anfänglich fand ich Produkte mit Yuzu vereinzelt in Kosmetik Geschäften. Die Firma Rituals hat schließlich eine komplette Linie mit den angenehmen, frischen, sommerlichen Zitrusduft herausgebracht. Samurai Yuzu hat seither einen fixen Platz im täglichen Pflegerituals meines  (otto) eingenommen.

Doch nach und nach konnte ich plötzlich Produkte mit Yuzu auch in heimischen Supermärkten finden.

Angefangen bei Actimel, welches eine Sorte mit Limette-Ingwer-Yuzu herausgebracht hat.
Bis hin zu der Linie Enjoy by Neni, die ein Lychee-Chia Müsli Joghurt mit Yuzu auf den Markt gebracht hat.

Zugegebener Maßen ist mir das Limette- Ingwer Yuzu Actimel am Fühstückstisch etwas zu heftig im Geschmack, aber an Nachmittag ist es durchaus sehr erfrischend.
Das Chia Müsli hingegen lässt sich ganz angenehm zum Frühstück löffeln.

Vor Kurzem habe ich in einem Asia Supermarkt ein Glas mit einer Fruchtzubereitung für Yuzu Honig Tee gefunden, bin aber leider noch nicht dazu gekommen diesen zu testen. ich werde dies allerdings in nächster zeit für euch nachholen.

Ebenso hat die Firma Monin ein Yuzu Fruchtpüree herausgebracht welches sich gut als Basis für diverse Gerichte, Limonaden, Bäckereien, Cocktails und vieles mehr nutzen lässt. Auch hierzu erhaltet ihr einen Bericht sobald die Flasche bei mir eingetroffen ist.

Ein Dauerrenner in unserem Haus ist des Weiteren der Yuzu Sake der Firma Ile Four. In Wien ist er bei Nippon - Ya, dem japanischen Supermarkt meines Vertrauens, zu finden.

Yuzu scheint demnach einen richtigen Hype hinzulegen. Ich bin schon gespannt welche Produkte mir in naher Zukunft noch in den Einkaufswagen springen. Und wer weiß, vielleicht kommen wir ja auch irgendwann man in den Genuss, eine frische Yuzu kaufen zu können 🍋👏



Flasche links: Yuzu Saft aus dem Asia Supermarkt


Edit vom 18.04.2018.

Mir ist etwas mitgebracht worden, dass meine Vermutung des Hypes untermauert. Sogar die Firma Latella hat ihre Sommeredition mit Yuzu herausgebracht. Und ich kann euch sagen, die ist superlecker!